Nizza: Zwischen Promenade, Altstadt und dem Blick von oben
Nizza war mehr als nur mein Ausgangspunkt für die Erkundung der Côte d'Azur – die Stadt selbst hat mich über die gesamte Reise hinweg immer wieder aufs Neue eingefangen. Jedes Mal, wenn ich von einem Ausflug zurückkam, hatte Nizza ein anderes Gesicht: mal mondän und glitzernd, mal verwinkelt und ursprünglich, mal ganz still von oben betrachtet.
Die Promenade des Anglais

Kaum angekommen, führte mich der erste Weg an die berühmte Promenade des Anglais. Die lange Uferstraße mit Blick auf das türkisblaue Meer ist das Herzstück der Stadt – hier flanieren Einheimische und Reisende gleichermaßen, Radfahrer und Jogger ziehen an den blauen Liegestühlen vorbei, während sich das Meer in der Sonne in immer neuen Blautönen zeigt. Genau von hier aus starteten auch meine beiden Radtouren entlang der Küste, einmal Richtung Antibes, einmal Richtung Villefranche-sur-Mer.
Die Altstadt: enge Gassen, Farben, Märkte
Nur wenige Schritte von der Promenade entfernt beginnt eine völlig andere Welt: die Altstadt von Nizza, das sogenannte Vieux Nice. Enge, schattige Gassen mit pastellfarbenen Fassaden, Wäscheleinen zwischen den Häusern, kleine Garküchen, aus denen der Duft von Socca strömt – der herzhafte Kichererbsen-Pfannkuchen, der als Spezialität der Stadt gilt. Auf dem Cours Saleya, dem bekannten Markt, reihen sich Blumen-, Obst- und Gewürzstände aneinander und machen die Altstadt zu einem Ort, an dem man einfach nur ziellos umherschlendern möchte.
Hinauf zur Colline du Château
Der vielleicht eindrücklichste Moment in Nizza war für mich der Aufstieg zur Colline du Château, dem Schlosshügel am östlichen Ende der Altstadt. Auch wenn von der einstigen Burg selbst kaum mehr etwas erhalten ist, entschädigt der Ausblick von oben für jeden Schritt des Aufstiegs: ein weiter Blick über die Dächer der Altstadt, die geschwungene Bucht der Baie des Anges und die Promenade des Anglais, die sich wie ein Band am Meer entlangzieht. Von hier oben lässt sich die ganze Form der Stadt auf einen Blick erfassen – ein ruhiger, grüner Rückzugsort mit einem der schönsten Panoramen der ganzen Küste.
Nizza als Dreh- und Angelpunkt
Rückblickend war Nizza für mich nicht nur eine Station unter vielen, sondern der rote Faden der gesamten Reise: der Ort, von dem aus ich mit dem Zug nach Cannes fuhr, mit dem Rad an die Nachbarorte, und zu dem ich nach jeder Wanderung wieder zurückkehrte. Zwischen der mondänen Weite der Promenade, dem Gewusel der Altstadt und der Stille auf der Colline du Château zeigt Nizza, wie viele unterschiedliche Facetten eine einzige Stadt haben kann.

Mein Hotel
Während meines Aufenthalts in Nizza habe ich im Hotel 66 übernachtet. Das Hotel überzeugt mit seiner zentralen Lage – viele Sehenswürdigkeiten, Restaurants und der Bahnhof sind bequem zu Fuß erreichbar. Trotzdem liegt es in einer ruhigeren Seitengasse, sodass man dem Trubel der Stadt etwas entfliehen kann. Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind mir die Sauberkeit, die gepflegten Zimmer, sowie das freundliche Personal. Ein weiterer Pluspunkt: Den ganzen Tag über standen Wasser, Tee und Kaffee kostenlos zur Verfügung. Für einen Städtetrip nach Nizza kann ich das Hotel definitiv empfehlen.




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